lesung wort und ton ruth righetti: die andere sicht auf das zürcher sechseläuten. männer, frauen, macht, geschichte michael theurillat: sechseläuten, kriminalroman florian funk: musik 12.04.2010 theater rigiblick www.quartierkultur-kreis6.ch www.theater-rigiblick.ch
in meiner neuen werkgruppe mit dem titel «play life» (leben spielen) arbeite ich mit gitter-strukturen an der künstlerischen umsetzung der geschlechterfrage unter dem aspekt der menschenrechte. diskriminierung von frauen existiert nach wie vor und von einer echten gleichstellung sind wir noch weit entfernt. heute wird ein diskurs darüber geführt, ob die fehlende gleichstellung nicht eine verletzung der menschenrechte darstellt. schon mit meiner publikation «die andere sicht auf das zürcher sechseläuten. männer, frauen, macht, geschichte» habe ich mich in den letzten jahren bereits ausführlich mit der gender-thematik beschäftigt.
im gegensatz dazu entstehen andere bildgruppen frei ohne fix vorgegebene absicht. ein paar farbflecken, linien, zeichen als umsetzung einer empfindung oder ausdruck eines gedankens bedeuten den beginn eines gemäldes. sie bilden erste strukturen. es öffnen sich räume, weiten. ich erlaube den formen in erscheinung zu treten. die weiteren schritte entwickeln sich als reaktionen auf das, was bereits da ist. die ausgestaltung von etwas vertrautem wie auch von fremdem oder künstlichem ist die wesentliche arbeit und leidenschaft, meist ein längerer, aufmerksamer prozess, bis eine klarheit entsteht und schliesslich dem bild nichts mehr hinzuzufügen ist. viel zeit räume ich dem genauen hinschauen, nachdenken und entscheiden ein.